Ahr Thermen
Sauna Testbericht
| Ahr-Thermen Felix-Rütten-Str. 3 53474 Bad Neuenahr Website: ahrthermen.de eMail : info@ahrthermen.de |
Anfahrt: Die Ahr-Thermen liegen zentral im Ortsteil Bad Neuenahr direkt an der Ahr. Mit dem Auto erreicht man Bad Neuenahr-Ahrweiler über die Autobahn 61, dann auf den Zubringer A573, der direkt nach Bad Neuenahr-Ahrweiler führt. Eine Alternative führt über die Bundesstraße 9 Bonn-Koblenz und dann auf die Bundesstraße 256, die durch das Ahrtal führt und auf der man direkt nach Bad Neuenahr hereinkommt. Man überquert die Bahnlinie und fährt an der ersten Kreuzung links in die Landgrafenstraße. Nach wenigen hundert Metern überquert man die Ahr und sofort dahinter biegt man rechts in die Felix-Rütten-Str. ein. Nach ca. 300 m liegen die Ahr-Thermen auf der linken Seite. Da es direkt an den Ahr-Thermen keine Parkplätze gibt, empfiehlt sich die Benutzung des direkt gegenüberliegenden Parkhauses. Dort können Besucher der Ahr-Thermen das Auto für einen Pauschale von 2,- Euro pro Tag abstellen. Dazu muss man allerdings den Parkschein am Ausgang codieren, sonst erlebt man am Parkscheinautomat eine teure Überraschung.
Vom Parkhaus sind es nur wenige Minuten Fußmarsch zum Eingang der Ahr-Thermen. Im Vorbeigehen lohnt sich ein Blick auf die Spielbank Bad Neuenahr, die direkt gegen-über liegt. Wer will, kann also nach der Entspannung im warmen Wasser hier direkt sein Glück bei Roulette und Black Jack versuchen. Am Eingang der Ahr-Thermen erhält man einen Schlüssel, der über einen Chip den Zutritt zur Sauna registriert und auf dem der Verzehr elektronisch gespeichert wird. Man muss also nicht mit der Geldbörse in der Anlage hantieren. Je nach Schlüsselnummer sucht man nunmehr den passenden Schrank in den Umkleidebereichen auf der Eingangsebene oder eine Treppe tiefer. Die Umkleiden sind sehr hell und großzügig gehalten und präsentierten sich bei meinem Besuch in blitzblankem Zustand. Auch bei starkem Andrang sollte hier genügend Raum für jeden Besucher sein.
Den Eingang zum Saunabereich findet man im Untergeschoss unmittelbar neben den Umkleiden. Den Zutritt ermöglicht der Chip im Schlüssel. Sauna-Profis suchen natürlich erst mal nach einer Möglichkeit, die Tasche zu verstauen. Diese sucht man hier aller-dings vergebens. Also lässt man sich erst mal auf einer der freien Liegen häuslich nieder, natürlich wird es auch hier nicht gerne gesehen, wenn man Liegen mit Hand-tüchern reserviert. Solange allerdings mehr Liegen als Besucher da sind, dürfte dies jedoch kein großes Problem sein.
Wer die Vorreinigung absolviert hat, kann sich nunmehr Gedanken über den ersten Saunagang machen. Zur Auswahl stehen eine Trockensauna mit 80°C, eine Finnische Sauna mit 95°C, eine Blocksauna mit 100°C, ein Römisches Dampfbad mit 42°C sowie ein Soft-Sanarium (auch bekannt als „Bio-Sauna“) mit 52°C. Die Blocksauna wurde im Rahmen eines Umbaus im August 2000 errichtet. Vorher durfte sich der Saunabesucher von einigen Liegen aus eine hässliche Betonwand anschauen, wahrlich kein schönes Panorama für eine Sauna. Diese wird nun durch die Blocksauna weitgehend kaschiert. Allein schon dafür hat sich die Errichtung der Sauna gelohnt. Nach dem ersten Saunagang kann man im Saunagarten Frischluft schnappen. Dorthin gelangt man über eine Treppe neben der Blocksauna. Beim Umbau des Saunagartens im Jahr 2005 wurde das Saunaangebot um eine Galerie-Sauna (90°C), eine Event-Sauna (95°C), eine Aroma-Sauna (80°C) erweitert. Außerdem gibt es dort jetzt ein kleines Außenbecken, eine Dusche, einen Ruheraum sowie ein Bistro. Im Saunagarten kann man sich textilfrei der Sonne auszusetzen. Allerdings empfiehlt sich hier ein eher exhibitionistisches Naturell, denn der Saunagarten ist von benachbarten Hochhäusern sehr gut einzusehen. Ob man bei der Planung daran gedacht hat? Gegen Blicke aus den Nachbargrundstücken und dem Textilbereich der Ahr-Thermen ist der Saunagarten jedoch abgeschottet. Highlight im Saunagarten ist der „Vita-Parcours“, ein Pfad aus Sand, der durch Kieselabschnitte unterbrochen wird und den man barfuss durchlaufen kann – Fußmassage inbegriffen. Schulter und Oberkörper kann man an einem Leitergerüst trainieren – oder sich am schön angelegten Teich erfreuen. Die wenigen vorhandenen Liegen dürften im Sommer noch um weitere Liegen aufgestockt werden. Eine Fußdusche verhindert, dass man unerwünschten Sand in den Saunabereich herunterträgt.
Wer Badebekleidung dabei hat, kann den Thermal-Bereich des Bades aufsuchen. In unterschiedlich temperierten Becken (26 – 32°C) kann man sich den wohltuenden Wirkungen des Wassers und der Wärme aussetzen. Ein Aushang gibt Auskunft über die chemische Zusammensetzung des Wassers und informiert darüber, dass alle vier Stunden Wasserproben entnommen werden. Fast alle Becken sind mit Luftsprudlern und Massagedüsen ausgestattet. Eine Schleuse verbindet den Innenbereich und das mit Strömungskanal ausgestattete Außenbecken. Wer es heißer mag, sucht einen der vier Whirlpools auf, in denen eine Wassertemperatur vom 37°C herrscht. Ein Schild empfiehlt eine maximale Badedauer von 5 Minuten, ein Wert, der während meines Aufenthaltes im Thermal-Bereich von keinem Besucher eingehalten wurde. Wer in dieser Anlage eine Möglichkeit zum Bahnenschwimmen sucht, wird enttäuscht. In den runden Becken ist höchstens ein wenig Planschen möglich. Aber die Ahr-Thermen sind ja auch nicht als Sportstätte vorgesehen, sondern dienen vorrangig der Therapie und Rehabilitation. Auch dürfte für die kleinen Besucher der Aufenthalt in den Ahr-Thermen mangels Kinderangebot relativ schnell langweilig werden. Wer „schwimmen“ will, kann dies im benachbarten Freizeitbad „Twin“. Bewegungswillige können aber das „Aqua-Aerobic“-Angebot in Anspruch nehmen. Solarien, Massageliegen und klassische Massagen runden das Angebot in den Ahr-Thermen ab.
Wenn der kleine oder große Hunger kommt, muss man natürlich Abhilfe schaffen. Im Bistro und an der Sauna-Bar werden Speisen und Getränke angeboten, das Speisen-angebot an der Sauna-Bar ist allerdings sehr bescheiden und beschränkt sich auf vier Sandwiches (zu gesalzenen Preisen) und drei Salaten. Im Bistro wird man sicher eher fündig, dafür sitzt man auf einigen Plätzen sehr nahe an den Becken. Hier wäre eine deutlichere Trennung wünschenswert. Hier wird aber auch fehlender Platz deutlich. Den Pommesgeruch im Außenbecken zu vermeiden, ist sicherlich deutlich schwieriger, da man auf die Windrichtung im Allgemeinen wenig Einfluss hat.
Fazit: Beim Urteil über die Ahr-Thermen muss man sich über die Zielgruppe im Klaren sein. Für Familien mit Kindern dürfte ein Besuch aufgrund des fehlenden Angebotes höchstwahrscheinlich mit einer Enttäuschung enden. Auch die Schwimmsportler finden hier sicherlich nicht das Gewünschte. Schwerpunkt sind hier eindeutig die Anwendungen im Thermalwasser, die Heilung und Linderung bei verschiedenen Erkrankungen des Bewegungsapparates bringen sollen. Der Saunabereich lohnt auf jeden Fall einen Besuch, wenn das Angebot aufgrund der etwas beengten Räumlichkeiten naturgemäß nicht so üppig ausfällt. Dafür sorgt das Ambiente aber dafür, dass das Saunabad zu einem angenehmen Erlebnis wird. Wer also in Bad Neuenahr kurt oder sich in der Nähe aufhält und sich ein Saunabad gönnen möchte, sollte einen Besuch in den Ahr-Thermen einplanen.
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Die Sauna wurde am 3. August 2006 von Achim Klein besucht.
Fotos mit freundlicher Genehmigung der Ahr Thermen